Dienstag, 24. Januar 2012

Gedicht


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Wir alle stricken an unsrem Leben,
 jeden Tag ein Stück weiter.
Oft ist das Muster vorgegeben und muss mit viel
Konzentration bewältigt werden.
Manche Strecken werden mühelos
Und freudig geschafft.

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Freundliche Farben auch bunt gemischt,
wechseln mit grauen ab.
Auch die Qualität der Wolle wechselt:
Mal ist sie weich und flauschig,
mal hart und kratzig.

Es kommt auch vor, dass Maschen von der
Nadel fallen, manchmal aus Versehen.
Dann entstehen plötzlich Löcher
Und das Muster wird unvollständig.

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Es kann auch sein, dass der Faden reißt und
Neu angesetzt werden muss.
Wir kennen das: Neu anfangen.
Es kann auch vorkommen, dass wir das
Strickzeug in die Ecke werfen, um es
dann doch wieder vor zu holen.

Es wird für uns Menschen immer ein Geheimnis
bleiben, wie viel Lebensfaden
uns noch zum verstricken bleibt.

Wir haben die Nadeln in unserer Hand.
Technik, Muster und Werkzeug können
wir wechseln. 
Doch aufribbeln können wir nicht !

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